Innere Medizin

[Arbeitsprobe]:

Magnet in der Nase

Pseudo-Piercing birgt Gefahren

Von Thomas Meißner

Piercing kann schmerzen. Das muss aber nicht sein. Dank sehr kleiner, starker Magnete geht es auch ohne Stich. Besonders beliebt scheint dies in Großbritannien zu sein, wo Kinder auf diese Weise Nasen-, Zungen- oder Genitalpiercing imitieren. Ungefährlich sei dieses Pseudo-Piercing jedoch nicht, berichten Dr. S. R. Cormick, Kinderarzt in Sheffield und seine Kollegen. In der Nase feststeckende Magneten bekomme man kaum wieder heraus. Und würden Magneten verschluckt, könne es sogar zu Darmobstruktionen kommen. Bei einem Patienten sei gar der Darm perforiert (BMJ 2000, 321: 514).

erschienen in: „Ärzte Zeitung“ vom 18. September 2000